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Bewusst vegan leben - warum mich der Veganismus geheilt hat

 

Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen, vor allem, weil Menschen mit Veganismus oftmals Verzicht verbinden.

 

Für mich persönlich ist das Gegenteil eingetreten und ich bin mir sicher, dass es für die meisten Menschen ebenfalls eine Bereicherung wäre.

 

Hier könnt ihr eine Dokumentation sehen, welche die heutigen Standards in der "Nutztierhaltung" zeigt. Die Doku glänzt mit neuesten Drohnen-Techniken. 

 

Wir beginnen in meiner Kindheit, ich muss ca 7 Jahre alt gewesen sein. So wie fast alle Kinder liebte ich Tiere sehr. Ich hatte Meerschweinchen und wünschte mir sehnlichst einen Hund und ein Pony.

 

Mein Lieblingsessen war Hühnchen und Reh, weil es Reh immer mit Rotkohl, Kartoffeln und so einer braunen Soße gab.

 

Ich wusste, dass es Hühnchen und Rehe als Tiere gibt (bei dem Film “Bambi” weinte ich bitterlich) und ich wusste, dass mein Essen ebenso hieß, sah aber nicht den Zusammenhang.

 

Das ist ein für mich sehr sehr wichtiger Punkt.

 

Wir geben unseren Kindern Fleisch zu essen, ohne sie darüber aufzuklären, dass es Tiere sind und dass diese dafür getötet werden müssen. Fragt euch mal bitte warum wir es nicht tun.

 

“Weil wir sie beschützen müssen. Man muss so etwas kleinen Kindern doch nicht erzählen, das wäre grausam.” würden die meisten Eltern antworten.

 

Bitte macht euch doch einmal die Ironie darin bewusst.

 

Wir wollen unsere Kinder vor der Grausamkeit des Tötens beschützen, aber wir geben ihnen das Fleisch zu essen. Das ist viel grausamer.

 

Irgendwann erfahren die Kinder davon und dann geschieht etwas Schlimmes.

 

Zurück zu mir. Eines Tages erfuhr ich, dass “mein Hähnchen” tatsächlich “ein Hähnchen” ist. Ich brach in Tränen aus, es war die erschütterndste Erkenntnis meines jungen Lebens.

 

Langsam dämmerte mir so einiges. Also war Rindfleisch wohl tatsächlich ein Rind. Und Bambis Mutter, welche von dem teuflischen Jäger erschossen wurde, wurde also von mir gegessen.

 

Es ist nicht nur diese Erkenntnis, dass ich Tiere aß, die mich so aus der Bahn warf. Es war vor allem der Verrat meiner Mutter und aller Erwachsenen, die mir Fleisch zu essen gaben und mich nie darüber aufklärten.

 

Zusätzlich wundern sich die meisten Eltern dann über ihre Kinder und versuchen ihr Leiden herunterzuspielen.

 

Ja natürlich ist das Hühnchen, was du isst, ein Tier, mein Schatz. Das ist nichts Schlimmes, das ist ganz normal. Menschen essen nunmal Fleisch, also brauchst du nicht zu weinen.”

 

Nicht nur, dass wir unsere Kinder durch unsere fehlende Aufklärung in die Irre führen, wir spielen auch ihr Leiden herunter. Und das nur, um indirekt damit uns und unser Gewissen zu erleichtern.

 

Für das Kind ist es jetzt noch schmerzvoller, weil es sich in seinen Gefühlen nicht ernst genommen fühlt. Noch mehr Vertrauen geht verloren.

 

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Wenn du deinem Kind Fleisch zu essen gibst, ist es deine Verantwortung dein Kinder darüber aufzuklären. Und zwar sobald wie möglich. Der Vertrauensbruch, den ich damals erlitt, verfolgt mich bis heute ins Erwachsenenalter. Solltest du das bisher nicht getan haben, dann frag dich doch mal warum. 

 

Ich wurde mal darauf angesprochen, wie ich es verantworten könne, meinem Kind kein Fleisch zu geben, da es ja noch nicht selbst darüber entscheiden könne. Und dies wäre ja nicht gerecht oder sogar unverantwortlich.

 

Ich habe dieselbe Meinung, nur umgekehrt.

 

Ich kann es nicht verantworten meinem Kind Fleisch zu essen zu geben, ohne dass es darüber entscheiden kann.

 

Ich würde meinem Kind nie verbieten Fleisch zu essen, aber es muss sich vorher darüber im Klaren sein können, dass Fleisch ein Tier war. Und daraufhin selbst entscheiden dürfen, ob es Tiere essen möchte oder nicht.

 

Bevor es dazu nicht in der Lage ist, halte ich es für unverantwortlich meinem Kind Fleisch zu essen zu geben!

 

Wir Menschen sind sehr stark gesellschaftlich geprägte Lebewesen. Wir hinterfragen sehr vieles nicht, “weil alle es so machen.” Das ist ein großes Problem und die Geschichte zeigt uns, was für katastrophale Auswirkungen unser Unbewusstsein hat.

 

Die britische Zeitung "The Guardian" nannte die industrielle Tierhaltung eines der größten Verbrechen der Menschheit. Ich würde noch weiter gehen und behaupte in der Zukunft wird man uns für Monster halten, dass wir überhaupt so lange Fleisch aßen, ohne es zu müssen. 

 

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Die Einen dürfen wir lieben, die Anderen sollen wir essen. Stoppt diesen Wahnsinn! Stoppt Karnismus!

Weiter geht es nun weiter mit meiner Geschichte. Ich entschied also kein Fleisch mehr zu essen. Dies klappte nicht lange, weil ich auf mein Umfeld angewiesen war, welches mich nicht unterstütze.

 

Meine Mutter kochte weiterhin Fleisch und bot mir keine Alternativen an. Ich erinnere mich gut wie sie “Chicken Wings” im Ofen machte und sie mir vorsetzte. Ich sagte sowas wie: “Aber Mama, ich will doch kein Hühnchen mehr essen” und sie sagte: “Ok, dann kannst du halt nichts essen.” Ein Streit brach aus und ich rannte weinend aufs Zimmer.

 

Ich mache meiner Mutter im Nachhinein keinen Vorwurf. Sie war überfordert, kannte sich mit vegetarischer Küche nicht aus und wir lebten im Zeitalter, in welchem Fertigprodukte absolut “in” waren und Massentierhaltung noch kaum hinterfragt wurde.

 

Außerdem war sie sich bestimmt nicht sicher, ob es vielleicht ungesund für ein Kind wäre, kein Fleisch zu essen.

 

Das Ende vom Lied war, dass ich irgendwann aufgab und versuchte den Gedanken, dass Tiere Fleisch sind, zu verdrängen.

 

Je älter ich wurde, desto mehr drängte sich das Thema natürlich nach und nach wieder auf. Immer wieder ernährte ich mich zwischendurch vegan mit Aussetzern.

 

Hauptsächlich lag es daran, dass mir die Umstellung auf komplett vegan, so schwer fiel, weil

 

  • ich niemanden kannte, der auch vegan lebte,
  • viele Leute dafür kein Verständnis hatten und mich deswegen immer wieder angriffen,
  •  weil es bis vor kurzem noch ziemlich schwer war, außerhalb von zuhause überhaupt etwas Veganes zu essen zu bekommen, besonders in Restaurants. In Kleinstädten ist es leider teilweise immer noch so.
  • Außerdem war mein Drang “wie die Anderen zu sein und dazuzugehören” lange Zeit für mich ein großes Thema.

Ich wusste schon immer, seit ich denken kann, dass es falsch ist Tiere zu töten, um sie zu essen. Vor allem, da es für unser Überleben nicht notwendig ist.

 

Es ist interessant, dass Kinder oftmals einen höheren Gerechtigkeitssinn aufweisen, als Erwachsene, weil sie noch nicht so angepasst und viel intuitiver sind.

 

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Die vegane Ernährung heilt Körper, Geist und Seele.

Mein schlechtes Gewissen, wurde aber immer nachdrücklicher und irgendwann gelang mir der Absprung. Für Kinder und Teenies, ist es sicherlich sehr schwer, sich vegan zu ernähren, wenn Familie und Co sie dabei nicht unterstützen oder sie sogar dafür verurteilen.

 

Heute bin ich selbstbewusst genug, sodass es mir egal ist, was wer sagt. Ich weiß, es ist das absolut Richtige.

 

Was alles Positives geschah, als ich vegan wurde:

 

  • Mein Gewissen ist rein. Ich lebe, ohne dass irgendein Lebewesen auf dieser Welt, sein Leben für mich lassen muss oder schaden durch mich nimmt.
  • Ich fühle mich gesünder, als je zuvor in meinem Leben.
  • Mein Tag startet mit einer nie dagewesenen Energie.
  • Ich endeckte eine ganz neue Vielfalt beim Kochen, eine kulinarische neue Welt unendlicher Möglichkeiten. So lecker!!
  • Ich muss mit keiner Doppelmoral mehr leben. Ich darf endlich alle Tiere lieben, statt manche zu lieben und manche zu essen.
  • Ich belaste die Umwelt um ein vielfaches weniger.
  • Ich lernte Disziplin und Mäßigkeit zu lieben, statt sie zu verabscheuen.
  • Ich halte mein Gewicht plötzlich ganz automatisch ohne ständig “aufpassen” zu müssen.
  • Mein Bewusstsein für die Umwelt und für das Leben, ja für die Existenz und das Leben selbst, hat sich enorm vergrößert.

Dies, meine Freunde, gibt mir einen tiefen, inneren Frieden.

 

Egal, was ich noch alles versemmeln sollte in meinem Leben, das kann mir keiner nehmen!

 

Der Veganismus kann dein Schlüssel sein, um zu heilen.

Der Veganismus ist außerdem der Schlüssel die Welt zu heilen.

 

Die Zukunft  ist vegan oder es wird keine Zukunft geben. Erfahre in diesem Artikel, wieso es absolut essentiell und unentbehrlich ist vegan zu leben. 

 

 

Wake up, when you´re dreaming!

deine Jamila

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Kommentare: 1
  • #1

    Veganally (Donnerstag, 16 Januar 2020 17:15)

    Klingt Toll ! Ich hoffe Du konntest auch Deine Mutter bzw. Familie von den guten Vorzügen überzeugen und Sie denken genauso wie Du über das unnötige Leid der Tiere �