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4 unkonventionelle Wege, wie du deine wahre Berufung herausfindest

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Nicht falsch verstehen, dieser Text ist nicht nur für diejenigen, die gerade mit der Schule fertig sind und sich jetzt fragen, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen.

 

Sondern auch für all diejenigen, die unzufrieden mit ihrem Beruf sind und ihre wahre Berufung finden wollen. Und vor allem diesen möchte ich sagen:

 

Akzeptiert es auf keinen Fall, wenn ihr in eurem Beruf unglücklich seid. 

 

Viele von euch werden jetzt denken:

 

  • "Jaja, das sagt sich so leicht, ich habe aber nun mal diesen Beruf gelernt."

oder:

  • "Ich habe mich damit abgefunden. Auch wenn ich unglücklich in meinem Berufsleben bin, so bin ich doch glücklich in meinem Leben, abseits vom Beruf."

oder:

  • "Klingt ja gut und schön, aber ich weiß nicht was ich sonst machen soll..."

 

Macht euch doch mal ein paar Dinge bewusst. Im Durchschnitt arbeiten wir 8h am Tag. Wenn wir 7h schlafen, ist unser Tag 17h lang. Das bedeutet, dass wir knapp die Hälfte des Tages arbeiten.

 

Leider ist es oftmals so, dass wir unsere Arbeit mit nach Hause nehmen. Sowohl im wörtlichen, als auch im übertragenen Sinne. Außerdem sind wir nach der Arbeit auch teilweise so kaputt und ausgelaugt, dass wir nicht mehr all zu viel mit dem restlichen Tag anfangen können.

 

In unserer heutigen Leistungsgesellschaft erscheint das nicht besonders verwunderlich oder ungewöhnlich. Stress auf der Arbeit oder gar Burnouts sind absolut keine Ausnahmefälle.

 

Um es zusammenzufassen - wir verbringen einen großen Teil unseres Lebens mit unserer Arbeit. Wenn du dich entscheidest in das System des 9-to-5-Jobs einzufügen, dann solltest du dich wirklich fragen ob dich deine Arbeit glücklich macht oder zumindest zufriedenstellend ist.

 

Und wenn dem nicht so sein sollte, dann solltest du absolut alles dafür tun, dies zu ändern, sofern es irgendeinen Weg gibt (und den gibt es in der Regel!). Denn es ist dein Leben (und vermutlich leben wir zumindest dieses, nur einmal).

 

Sei es dir Wert, dein Leben so schön und erfüllend zu gestalten, wie du nur kannst.

 

Und lass dir von niemandem was anderes einreden, nicht von deinen Mitmenschen, nicht von der Gesellschaft und vor allem nicht von dir selbst.

 

"Schön und gut, aber was wenn man gar nicht weiß, was man eigentlich beruflich machen will oder was der Traumjob sein könnte?!"

 

Die Frage ist also "Wie finde ich den richtigen Beruf?" - Hierzu würde ich dir gerne verschiedene Ansätze aufzeigen, über die ich mich persönlich sehr gefreut hätte. 

 

Zuallererst, lasse mal bitte für den Augenblick alle gängigen Berufsbilder aus deinen Gedanken heraus. Stell dir keinen bestimmten Beruf vor und wie er sein könnte.

 

Tun wir doch bitte mal einen Moment so, als würden wir uns hier gar nicht mit Berufsfindung beschäftigen.

 

Der erste Ansatz lautet dich zu fragen: 

 

1. Was kannst du gut? Was sind deine Stärken?

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Manchmal ist es natürlich einfach. Du bist handwerklich begabt und es macht dir auch Spaß? Dann wird es dir nicht schwer fallen, ziemlich schnell deinen Traumberuf oder zumindest den richtigen Beruf zu finden.

Wenn es so wäre, würdest du aber vermutlich nicht diesen Text lesen.

 

Manchmal ist der Traumberuf jedoch ganz und gar nicht offensichtlich. Deshalb stelle dir diese Frage mal ganz feinfühlig, und wie gesagt nicht mit dem Hintergedanken an einen Beruf.

 

Deine Antworten sollten so in der Art aussehen: 

  • Ich bin gut darin Menschen von etwas zu überzeugen.
  • Ich bin sehr empathisch, ich kann mich gut in andere Menschen einfühlen. Ich kann ihnen gut zuhören und sie vertrauen sich mir an.
  • Ich bin gut darin Menschen aufzuheitern.
  • Ich habe ein außerordentliches Fingerspitzengefühl.
  • Ich bin ein logisch rational denkender Mensch. 
  • Ich bin ein Organisationstalent.
  • Ich bin ein kunstvoller und kreativer Mensch.
  • Ich habe die Fähigkeit Menschen zu verbinden und Streits zu schlichten.

Ich denke, du hast nun eine ganz gute Vorstellung davon, was mit dieser Frage gemeint war. Eventuell solltest du auch in deinem Alltag einfach mal aufmerksamer sein, was du gut kannst und nicht nur jetzt, wo du dir diese Frage gestellt hast.

 

Denn in deinem alltäglichen Leben, wird sich am ehesten zeigen, wo deine wahren Stärken liegen. Nur manchmal bemerkst du es gar nicht oder hältst es nicht für relevant, vor allem nicht bezogen auf deiner Suche nach deiner Berufung.

 

"Warum stellst du diese Frage eigentlich? Nur weil ich in etwas gut bin, heißt das doch nicht, dass es mir auch Spaß bringt."

 

Nein nicht unbedingt, aber Tatsache ist, dass du in etwas, was du gut kannst, auch erfolgreich sein wirst. Und das wiederum wird dich glücklich und zufrieden machen, sofern dein Erfolg nicht mit deinen Moralvorstellungen kollidiert. 

 

Hin und wieder kollidieren auch unsere Interessen mit dem, was wir gut können. Das passiert vor allem dann, wenn du bei deiner Berufswahl nur auf deine Interessen fixiert bist und nicht darauf, was du gut kannst.

 

Dann kann es nämlich passieren, dass du eines Tages in einem Beruf steckst, der dich zwar interessiert, aber in dem du nicht besonders gut bist. Und das wiederum wird dich langfristig unzufrieden machen. Mit dieser Erfolglosigkeit meine ich nicht unbedingt nur Geld, auch wenn es oft mit einhergeht.

 

 

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2. Orientiere dich nicht am Erfolg anderer Menschen. In einer fremden Berufung findest du nicht deine eigene.

 

Es ist ein großer Unterschied sich an Menschen zu orientieren, sie zu bewundern, oder sie als Vorbilder zu haben, für das was sie tun oder für den Erfolg, den sie haben, mit dem was sie tun.

 

Diesen feinen aber wesentlichen Unterschied übersehen wir sehr gerne.

 

Wie viele junge Mädchen träumen von einer Karriere als Model? Ist es wirklich das Modeln, was sie so fasziniert? Oder ist es der Ruhm und das Geld, was der Erfolg eines Models mit sich bringt, was sie so bewundern?

 

Wir schauen also oftmals zuerst darauf, mit welchen Berufen wir erfolgreich sein könnten. Anstatt darauf zu achten, was uns persönlich Spaß macht und was wir gut können. Und womit wir dann letztendlich automatisch erfolgreich sein würden. 

 

Außerdem haben wir meistens absolut keine Ahnung davon, was diese Person, die wir bewundern, alles dafür getan hat, um so erfolgreich zu werden.

 

Wir sehen nur den Erfolg und wie glücklich die Person zu sein scheint, aber nicht wie viel Fleiß, Disziplin und Aufopferung hinter ihrem Erfolg steckt. Und auch nicht, ob diese Person tatsächlich glücklich ist.

 

In unseren Zeiten der exzessiven Selbstdarstellung durch Facebook, Instagram & CO, wird dieses Trugbild noch massiv verstärkt. Und selbst, falls diese Person sehr glücklich mit ihrer Arbeit ist, heißt das außerdem noch lange nicht, dass uns diese Arbeit auch glücklich machen würde.

 

 

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3. Wofür brennst du? 

 

Und ich frage dich jetzt nicht, wofür du dich interessierst. 

 

Ich persönlich interessiere mich für tausend Sachen. Für Ernährung, für Tierschutz, für Philosophie, für Pflanzen, für Buddhismus, Hinduismus und kleinere ähnliche Religionen. Für verschiedene Sportarten, für Meditation, für politische Systeme und Systeme generell, für das Leben meiner Mitmenschen und dafür wie es bei Game of Thrones weitergeht.

 

Wir interessieren uns für viele Dinge und sind neugierig, das liegt in unserer Natur. 

 

Aber:

 

Wofür brennst du? Was bewegt dich wirklich?

 

Auch hier sage ich es nochmal ganz deutlich. Beziehe diese Frage nicht mit dem Hintergedanken auf einen passenden Beruf. Bleibe mal ganz frei und beobachte dich so objektiv wie du kannst.

 

Manchmal brennen wir auch gar nicht für eine bestimmte Sache, sondern wir interessieren uns einfach gleichermaßen für viele Dinge. Kein Problem. Deshalb stelle ich nicht nur diese eine Frage, sondern biete verschiedene Ansätze, um herauszufinden, welcher Beruf dich glücklich machen kann. Auch die Erkenntnis, dass du für nichts Bestimmtes brennst, ist eine Erkenntnis, und zwar eine hilfreiche. 

 

 

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4. Du weißt noch nicht, was du willst?- Take it easy! Deine wahre Berufung zu finden hat keine Eile.

 

Unsere Gesellschaft ist so konzipiert, dass sie einen außerordentlichen Druck auf uns ausübt so schnell wie möglich ins Berufsleben einzusteigen (und generell so schnell wie möglich erfolgreich zu sein).

 

Aber was, wenn wir noch gar nicht herausgefunden haben, was wir eigentlich machen wollen?

 

Das Resultat ist häufig, dass wir uns vorschnell in eine Ausbildung oder Studium begeben und dort am Ende unglücklich werden. Bescheuert- wie ich finde. 

 

Wenn du dir noch unsicher bist, was du machen willst oder du zwar weißt, dass du unglücklich in deinem Beruf bist, aber noch keine andere Option gefunden hast, dann ist es an der Zeit allen den Mittelfinger zu zeigen und dich bloß nicht unter Druck setzen zu lassen (auch nicht von dir selbst).

 

Nichts kann dir besser aufzeigen, wofür du brennst oder worin du gut bist, als das Leben selbst.

 

Auf, auf mit dir. Work&Travel auf einer Melonenfarm in Australien? Au-Pair in Amerika? 

Selbstfindung in einem Buddhistischen Tempel? Yoga-Camp auf Bali? Mit dem Campingwagen (oder Fahrrad?!) quer durch Europa? 

 

Ja, ja, ja, ja und ja! 

 

Und wenn es Jahre dauert. Scheiß egal- du hast was erlebt, Erfahrungen gemacht.

 

Du hast gelebt! Du lebst! 

 

Sorry kleinen Anfall bekommen. 

 

Du hast Ängste wie:

 

  • "Ja, aber wenn ich solange weg bin, hab ich es schwerer eine Ausbildung zu finden. Vielleicht bin ich dann schon zu alt."
  • "Ich kann ja nicht einfach meinen Job kündigen und auf Weltreise gehen. Was, wenn ich danach nichts mehr finde."
  • "Das könnte mich finanziell total weit zurückwerfen, vielleicht brauche ich all meine Ersparnisse auf." 

 

"Hätte...", "Wäre...", "Wenn..."

 

Ist es nicht 1000 mal besser 5 Jahre später den richtigen Beruf zu finden, als jetzt den falschen?

 

Alles wird sich für dich positiv fügen, solange du positiv bist.

 

Schmiede Pläne! Lass den Fernseher nach der Arbeit aus und fange an deine Vision auszuarbeiten, statt herumzuschmollen wie scheiße dein Job ist.

 

Du bist deines Glückes Schmied.

 

Vielleicht stellst du sogar fest, dass leben und arbeiten an einem Ort überhaupt nichts für dich ist.
Vielleicht stellst du fest, dass ein Haus in einem Vorort oder eine Villa am Meer dich gar nicht befriedigt, sondern du in einer Hütte im Wald im Einklang mit der Natur leben willst.
Vielleicht stellst du fest, dass die deutsche Kultur und Mentalität überhaupt nicht deiner entspricht und du bleibst im Ausland. Oder eben auch nicht.

 

Deine neu gewonnenen Erfahrungen werden unendlich wertvoll für dich sein.

 

Kombiniere all deine neu gewonnenen Erkenntnisse und du wirst herausfinden, was deine wahre Berufung ist (oder ob du überhaupt eine Berufung hast!)

 

Probiere aus, sei neugierig, sensibel und achtsam. Wage etwas.

 

 

 

Es ist NIE zu spät, denn du lebst JETZT.

 

Nimm dir die Zeit, die du brauchst. Sei du selbst und nicht jemand, der du sein sollst. Nur so wirst Du deine wahre Berufung finden.

 

Wake up, when you`re dreaming!

 

 eure Jamila

 

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